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Fahrgestellnummer prüfen — Kostenloser VIN Check

Geben Sie die 17-stellige Fahrgestellnummer (FIN/VIN) ein und wir entschlüsseln sie sofort: Marke, Modell, Baujahr beziehungsweise Produktionszeitraum, Motorisierung, Karosserie und Herstellungswerk. Das Dekodieren ist kostenlos und ohne Registrierung möglich. Der vollständige Fahrzeugbericht kostet einmalig 8,90 € — einmalig, kein Abonnement, keine Folgekosten.

Dekodierung kostenlos — ohne Konto, ohne KarteVollständiger Bericht 8,90 € — einmaligÜblich am Markt: 15,99–29,99 € pro Einzelbericht
Sicherheitsrückrufe
Offene Herstellerrückrufe sofort erkennen
Diebstahlprüfung
EU-weite Datenbank für gestohlene Fahrzeuge
Kilometerstandshistorie
Tachomanipulation erkennen und vermeiden
Marktwertschätzung
Aktuelle Marktpreise aus europäischen Quellen

Was ist eine Fahrgestellnummer (FIN/VIN)?

Die Fahrgestellnummer — offiziell Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN), international als Vehicle Identification Number (VIN) bekannt — ist ein eindeutiger 17-stelliger alphanumerischer Code, der jedem Kraftfahrzeug bei der Produktion zugewiesen wird. Diese Nummer ist weltweit einmalig und begleitet das Fahrzeug während seiner gesamten Lebensdauer.

Die Fahrgestellnummer wurde 1981 international standardisiert (ISO 3779) und enthält codierte Informationen über den Hersteller, das Fahrzeugmodell, das Baujahr, das Herstellungsland, den Motortyp und weitere technische Daten. In Deutschland ist die FIN in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) unter Feld E und in der Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) vermerkt.

Die 17 Stellen der VIN gliedern sich in drei Hauptbereiche: Der World Manufacturer Identifier (WMI, Stellen 1-3) identifiziert den Hersteller und das Herstellungsland. Der Vehicle Descriptor Section (VDS, Stellen 4-9) beschreibt Fahrzeugeigenschaften wie Modell, Karosserie und Motortyp. Der Vehicle Identifier Section (VIS, Stellen 10-17) enthält das Modelljahr, das Montagewerk und die laufende Produktionsnummer.

Was bedeutet jede einzelne Stelle der Fahrzeugidentifikationsnummer?

Diese Übersicht gilt für alle Fahrzeuge nach ISO 3779, also praktisch für alles, was seit 1981 gebaut wurde.

StelleBlockBedeutungBeispiel
1WMIWeltregion des HerstellungsortsW = Deutschland
2WMIHersteller innerhalb der RegionWV… = Volkswagen
3WMIFahrzeugart oder HerstellersparteWVW = Pkw, WV1 = Nutzfahrzeug
4–8VDSFahrzeugbeschreibung: Baureihe, Karosserieform, Motorisierung, Rückhaltesystem — die Belegung legt jeder Hersteller selbst festZZZ1K
9VDSPrüfziffer — rechnerische Kontrolle, aber nur in Nordamerika vorgeschrieben; in Europa häufig eine Füllziffer0, Z oder X
10VISModelljahr — Herstellerkonvention, keine Pflicht. Nicht jede Marke nutzt diese Stelle als JahrS = 2025, T = 2026
11VISProduktionswerk der EndmontageW = Wolfsburg
12–17VISFortlaufende Seriennummer — die Stellen, die Ihr Exemplar von jedem baugleichen Fahrzeug unterscheiden059103
Die Buchstaben I, O und Q kommen nie vor. Sie sind in allen 17 Stellen ausgeschlossen, weil sie sich von den Ziffern 1 und 0 zu schlecht unterscheiden lassen — eine Vorsichtsmaßnahme für das Ablesen eingeschlagener Nummern. An Stelle 10 entfallen zusätzlich U, Z und die Ziffer 0. Eine angebliche FIN mit einem dieser Zeichen oder mit mehr oder weniger als 17 Stellen ist falsch abgetippt oder erfunden.

Beweist eine nicht aufgehende Prüfziffer an Stelle 9 eine gefälschte FIN?

Stelle 9 ist eine rechnerische Kontrolle über die gesamte Fahrgestellnummer: Jedem Zeichen wird ein Zahlenwert und jeder der 17 Stellen ein Positionsgewicht zugeordnet, alles wird multipliziert, summiert und der Rest der Division durch elf gebildet. Ändert jemand ein einzelnes Zeichen, geht die Rechnung nicht mehr auf.

Verpflichtend ist die Prüfziffer ausschließlich für Fahrzeuge, die für den nordamerikanischen Markt gebaut wurden — dort schreibt sie die US-Bundesvorschrift 49 CFR 565 vor. Die internationale Norm ISO 3779, nach der europäische Fahrzeuge nummeriert werden, verlangt an Stelle 9 überhaupt keine Prüfziffer. Zahlreiche europäische Hersteller setzen dort deshalb eine feste Füllziffer, die die Rechnung gar nicht erfüllen soll.

Praktische Folge: Eine nicht aufgehende Prüfziffer ist bei einem europäischen Fahrzeug für sich genommen kein Beleg für eine Fälschung. Wer daraus einen Manipulationsverdacht ableitet, verdächtigt reihenweise völlig unauffällige Autos. Wir rechnen die Prüfziffer aus und zeigen Ihnen das Ergebnis, verwerfen aber keine Fahrzeugdaten allein deshalb, weil sie in Europa nicht aufgeht.

Verrät Stelle 10 der VIN wirklich immer das Baujahr?

L = 2020M = 2021N = 2022P = 2023R = 2024S = 2025T = 2026

Auch die Jahrescodierung ist eine Herstellerkonvention und keine Vorschrift aus ISO 3779. Viele Marken halten sich daran, andere belegen die Stelle mit dem Werk, der Baureihe oder dem Rückhaltesystem. Bei Mercedes-Benz, Renault, Dacia und Ford führt die Auslegung als Baujahr regelmäßig in die Irre — dort kann dasselbe Zeichen an Stelle 10 über Jahrzehnte hinweg unverändert stehen. Hinzu kommt, dass selbst bei Marken, die der Konvention folgen, das codierte Modelljahr nicht das Produktionsjahr ist: Hersteller stellen im Sommer auf das kommende Modelljahr um. Deshalb behaupten wir kein Baujahr, das wir nicht belegen können, und zeigen im Zweifel einen Produktionszeitraum statt einer präzise wirkenden, aber womöglich falschen Jahreszahl.

Wo finde ich die Fahrgestellnummer?

Die Fahrgestellnummer ist an mehreren Stellen am Fahrzeug und in den Fahrzeugdokumenten zu finden. Hier sind die wichtigsten Positionen:

Armaturenbrett
Auf dem Armaturenbrett, sichtbar durch die Windschutzscheibe auf der Fahrerseite — die häufigste Position bei modernen Fahrzeugen.
Türrahmen (B-Säule)
Am Türrahmen der Fahrerseite, oft auf einem Aufkleber zusammen mit Reifendruck- und Gewichtsinformationen.
Zulassungsbescheinigung Teil I
Im Fahrzeugschein unter Feld E ist die vollständige FIN eingetragen.
Zulassungsbescheinigung Teil II
Im Fahrzeugbrief ist die FIN ebenfalls dokumentiert — wichtig beim Fahrzeugkauf.
Motorraum
Bei vielen Fahrzeugen ist die FIN auf dem Motorblock oder im Motorraum eingestanzt.
Kofferraum / Reserverad
Einige Hersteller bringen die FIN unter dem Reserverad oder im Kofferraum an.

Wichtig: Beim Kauf eines Gebrauchtwagens sollten Sie immer die FIN am Fahrzeug mit der FIN in den Dokumenten vergleichen. Stimmen diese nicht überein, kann dies auf Fahrzeugdiebstahl, Manipulation oder gefälschte Dokumente hindeuten.

Was enthält unser Fahrzeughistorienbericht?

Die Trennlinie zwischen kostenlos und kostenpflichtig verläuft zwischen Dekodieren und Historie. Was in der Nummer selbst codiert ist — Marke, Modell, Baujahr beziehungsweise Produktionszeitraum, technische Spezifikationen und die formale Gültigkeit der FIN — bekommen Sie gratis. Was das Fahrzeug seit dem Werk erlebt hat, steht nicht in der Fahrzeugidentifikationsnummer, sondern muss zu ihr nachgeschlagen werden: Das ist der Inhalt des vollständigen Berichts für 8,90 €. Welche Abschnitte für ein konkretes Fahrzeug Daten enthalten, hängt vom Fahrzeug und seiner Zulassungsgeschichte ab — wir zeigen jeden Abschnitt immer an und kennzeichnen offen, wo für dieses Fahrzeug keine Angabe vorliegt, statt eine Lücke zu verbergen oder mit einer Vermutung zu füllen.

Zur Einordnung des Preises: Einzelberichte zur Fahrzeughistorie werden in dieser Kategorie üblicherweise zwischen 15,99 € und 29,99 € angeboten, oft ohne dass der Betrag auf der Seite steht, bevor Sie eine Fahrgestellnummer eingegeben haben. Unser vollständiger Bericht kostet 8,90 € — rund 44 Prozent unter dem unteren Ende dieser Spanne, einmalig, ohne Abonnement und mit dem Preis sichtbar, bevor Sie irgendetwas eingeben.

Technische Daten (erweitert)
Vollständige Fahrzeugdaten: Motor, Leistung, Getriebe, Antrieb, Karosserie, Abmessungen, Gewicht, Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung, Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und mehr.
Kilometerstandshistorie
Historische Kilometerstände aus verschiedenen Quellen. Erkennen Sie Tachomanipulation durch den Abgleich der Laufleistung über die gesamte Fahrzeughistorie.
Technische Prüfungen (sofern verfügbar)
Dokumentierte Untersuchungsergebnisse aus den Hauptuntersuchungen, soweit sie für dieses Fahrzeug vorliegen — die nüchternste verfügbare Quelle über den Zustand über die Jahre.
Sicherheitsrückrufe
Aktuelle und historische Herstellerrückrufe. Prüfen Sie, ob offene Sicherheitsrückrufe für Ihr Fahrzeug bestehen — die Werkstatt führt diese Arbeiten kostenlos aus.
Bekannte Modellschwächen
Die typischen Schwachstellen genau dieser Baureihe und Motorisierung — was bei diesem Fahrzeug erfahrungsgemäß zuerst Probleme macht.
Diagnose-Codes
Nachschlagewerk zu den Fehlercodes, die bei dieser Baureihe häufig auftreten, mit Erklärung im Klartext.
Diebstahlprüfung
Abgleich mit EU-weiten Datenbanken für gestohlene Fahrzeuge. Schützen Sie sich vor dem Kauf eines gestohlenen Fahrzeugs.
Marktwertschätzung
Aktuelle Marktpreise basierend auf europäischen Marktdaten. Verhandeln Sie fundiert auf Basis realer Marktpreise.
Importprüfung
Prüfung auf Importhistorie. Erfahren Sie, ob das Fahrzeug aus einem anderen Land importiert wurde und welche technischen Daten es hat.
Unterhaltskostenschätzung
Geschätzte laufende Kosten für Versicherung, Kraftstoff, Kfz-Steuer und Wartung basierend auf den technischen Fahrzeugdaten.

Warum sollten Sie die Fahrgestellnummer vor dem Kauf prüfen?

Der Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland und Europa birgt erhebliche Risiken für Käufer. Das sind die Punkte, die eine Besichtigung typischerweise nicht beantwortet:

Tachomanipulation

Ein zurückgedrehter Kilometerzähler ist am Fahrzeug selbst praktisch nicht zu erkennen. Sichtbar wird er erst, wenn man die über die Jahre dokumentierten Ablesungen in ihrer zeitlichen Abfolge nebeneinanderlegt: Liegt ein späterer Stand unter einem früheren, weisen wir die Unstimmigkeit aus.

Offene Sicherheitsrückrufe

Rückrufe erreichen Zweit- und Dritthalter oft nicht mehr, weil der Hersteller nur den ursprünglich eingetragenen Halter anschreibt. Ein offener Rückruf bleibt dadurch jahrelang unbemerkt — obwohl die Werkstatt die Arbeiten kostenlos ausführen würde.

Autodiebstahl

Wer ein als gestohlen gemeldetes Fahrzeug kauft, erwirbt kein Eigentum daran. Das Fahrzeug kann eingezogen werden, und der Kaufpreis ist in aller Regel verloren — auch bei gutgläubigem Erwerb. Die Abfrage dauert Sekunden.

Import-Risiken

Aus dem Ausland importierte Fahrzeuge können unterschiedliche technische Daten, fehlende Ausstattung oder eine verborgene Schadensgeschichte haben. Besonders bei Importen aus Ländern mit niedrigeren Sicherheitsstandards ist Vorsicht geboten.

Wie prüfe ich eine Fahrgestellnummer Schritt für Schritt?

1
Fahrgestellnummer eingeben

Geben Sie die 17-stellige Fahrgestellnummer (FIN/VIN) in das Suchfeld auf unserer Startseite ein. Sie finden die FIN auf dem Armaturenbrett, am Türrahmen oder in den Fahrzeugdokumenten.

2
Sofortige Dekodierung

Unser System entschlüsselt die Fahrzeugidentifikationsnummer innerhalb von Sekunden. Sie erhalten sofort kostenlose Basisdaten: Marke, Modell, Baujahr beziehungsweise Produktionszeitraum, Motorisierung, Karosserie, Herstellungswerk und offene Sicherheitsrückrufe.

3
Vollständigen Bericht freischalten

Für den vollständigen Fahrzeugbericht mit Zulassungs- und Länderhistorie, technischen Prüfungen, Kilometerständen samt Rollback-Analyse, Diebstahlabfrage, CO2- und Steuerdaten sowie Marktwertschätzung zahlen Sie einmalig 8,90 €. Kein Abonnement, keine versteckten Gebühren. Den Bericht rufen Sie online ab — wir senden Ihnen den Zugangslink per E-Mail.

4
Fundierte Kaufentscheidung treffen

Nutzen Sie die Informationen aus dem Bericht, um eine sichere Entscheidung beim Fahrzeugkauf zu treffen. Verhandeln Sie fundiert auf Basis realer Daten und vermeiden Sie teure Fehlkäufe.

Wo steht die FIN in der Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II?

In den deutschen Fahrzeugpapieren ist die Fahrzeug-Identifizierungsnummer klar verortet. Die Feldkennzeichnungen sind europaweit harmonisiert — ein Buchstabe bedeutet in jedem Mitgliedstaat dasselbe, was praktisch ist, wenn Sie ein Importfahrzeug mit ausländischen Papieren vor sich haben.

Zulassungsbescheinigung Teil I

Der frühere Fahrzeugschein. Wird im Fahrzeug mitgeführt und weist den Halter aus.

  • Feld E — Fahrzeug-Identifizierungsnummer
  • Feld A — amtliches Kennzeichen
  • Feld B — Datum der Erstzulassung
  • Feld 2.1 — Herstellerschlüsselnummer (HSN)
  • Feld 2.2 — Typschlüsselnummer (TSN)

Zulassungsbescheinigung Teil II

Der frühere Fahrzeugbrief — beim Kauf das wichtigste Dokument überhaupt. Er gehört nicht ins Handschuhfach, sondern zu den Unterlagen.

  • Enthält dieselbe FIN im Feld E
  • Weist den Verfügungsberechtigten aus
  • Dokumentiert die Zahl der Vorhalter
  • Ohne Teil II lässt sich ein Fahrzeug nicht umschreiben — fehlt er, brechen Sie den Kauf ab

Wann brauche ich die FIN und wann HSN/TSN?

Beide Nummern stehen in denselben Papieren und werden regelmäßig verwechselt, obwohl sie Unterschiedliches leisten. Der Unterschied ist kurz gesagt: Typ gegen Exemplar. Die FIN identifiziert genau ein Fahrzeug, HSN und TSN identifizieren einen Fahrzeugtyp mit Zehntausenden identischen Exemplaren. Für Versicherung, Kfz-Steuer und Ersatzteilsuche reichen die Schlüsselnummern völlig aus. Sobald es um die Vorgeschichte eines konkreten Autos geht, brauchen Sie die Fahrzeug-Identifizierungsnummer — die Schlüsselnummern sind für die Historie blind.

Kann ich aus der FIN den TÜV-Termin oder die HU-Historie ablesen?

Nichts, und das ist wichtig zu verstehen. Die Fahrgestellnummer codiert ausschließlich Werksdaten: Sie wird bei der Produktion vergeben und ändert sich nie. Alles, was danach passiert, steht nicht in ihr, sondern muss zu ihr nachgeschlagen werden. Das Datum der nächsten Hauptuntersuchung lesen Sie an der HU-Plakette am hinteren Kennzeichen ab und finden es in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Welche Prüforganisation die Untersuchung durchgeführt hat — TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS — steht im Untersuchungsbericht, den der Verkäufer aushändigen sollte; lassen Sie sich die Berichte der letzten Jahre zeigen, denn die dort vermerkten Mängel und Kilometerstände sind die nüchternste verfügbare Auskunft über den tatsächlichen Zustand. Der vollständige Carlytics-Bericht zeigt dokumentierte Untersuchungsergebnisse, soweit sie für das jeweilige Fahrzeug vorliegen.

Die Weitergabe der Fahrgestellnummer an einen Prüfdienst ist unbedenklich: Sie ist am Fahrzeug von außen ablesbar und steht in nahezu jedem seriösen Inserat. Halterdaten sind daraus nicht ableitbar — wer sie führt, unterliegt in Deutschland strengen Zugangsregeln, und ein Fahrzeughistorien-Bericht gehört nicht zu den auskunftsberechtigten Stellen.

Sie haben keine FIN, sondern HSN/TSN aus dem Fahrzeugschein?

In der Zulassungsbescheinigung Teil I stehen unter Feld 2.1 die HSN (Herstellerschlüsselnummer, 4 Ziffern) und unter Feld 2.2 die TSN (Typschlüsselnummer, 3 Zeichen). Mit beiden zusammen lässt sich das Fahrzeugmodell bestimmen, auch ohne FIN.

Häufig gestellte Fragen

Was genau ist eine Fahrgestellnummer (FIN/VIN)?
Die Fahrgestellnummer, auch Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) oder Vehicle Identification Number (VIN) genannt, ist ein eindeutiger 17-stelliger alphanumerischer Code, der jedem Kraftfahrzeug bei der Herstellung zugewiesen wird. Diese Nummer ist weltweit einmalig und dient zur eindeutigen Identifizierung eines Fahrzeugs während seiner gesamten Lebensdauer. Die FIN enthält codierte Informationen über den Hersteller, das Modell, das Baujahr, das Herstellungsland und weitere technische Details.
Wo finde ich die Fahrgestellnummer an meinem Fahrzeug?
Die Fahrgestellnummer befindet sich an mehreren Stellen: 1) Auf dem Armaturenbrett an der Windschutzscheibe (Fahrerseite), 2) Am Türrahmen der Fahrerseite (B-Säule), 3) Im Motorraum auf dem Motorblock, 4) In der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) unter Feld E, 5) In der Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief). Bei einigen Fahrzeugen ist die FIN auch unter dem Reserverad oder im Kofferraum zu finden.
Ist die Fahrgestellnummer-Prüfung bei Carlytics kostenlos?
Ja, die grundlegende VIN-Prüfung bei Carlytics ist vollständig kostenlos. Sie erhalten sofort Basisdaten wie Marke, Modell, Baujahr, Motordaten, Kraftstoffart, Getriebe, Antriebsart, Herstellungsland und Sicherheitsrückrufe. Für einen vollständigen Bericht mit Fahrzeughistorie, Marktwertschätzung, Diebstahlprüfung, Kilometerstandshistorie und mehr zahlen Sie einmalig EUR 8,90.
Was unterscheidet die kostenlose Prüfung vom vollständigen Bericht?
Die kostenlose Prüfung zeigt, was in der Nummer selbst codiert ist: Marke, Modell, Baujahr beziehungsweise Produktionszeitraum, technische Spezifikationen und die formale Gültigkeit der FIN. Der vollständige Bericht (8,90 €) ergänzt, sofern für das Fahrzeug verfügbar: Zulassungs- und Länderhistorie, dokumentierte technische Prüfungen, Kilometerstände mit Rollback-Analyse, offene Sicherheitsrückrufe, Diebstahlabfrage, CO2- und Steuerdaten, Marktwert und Wertverlauf, bekannte Modellschwächen, Unterhaltskosten und Diagnose-Codes.
Kann ich damit Tachomanipulation erkennen?
Der vollständige Bericht stellt die für das Fahrzeug erfassten Kilometerstände in ihrer zeitlichen Abfolge dar. Wo ein späterer Stand unter einem früheren liegt, weisen wir die Unstimmigkeit aus — das ist der Befund, den ein zurückgedrehter Zähler hinterlässt. Wie aussagekräftig die Reihe ist, hängt davon ab, wie viele Ablesungen für das jeweilige Fahrzeug dokumentiert sind; bei einem Fahrzeug mit langer Zulassungshistorie in einem Land mit regelmäßiger technischer Überwachung ist sie deutlich dichter als bei einem frisch importierten.
Welche Länder und Fahrzeuge werden abgedeckt?
Die Dekodierung der Fahrzeugidentifikationsnummer funktioniert für Fahrzeuge weltweit, weil der Aufbau der FIN international genormt ist. Die Verfügbarkeit historischer Daten — Zulassungen, technische Prüfungen, Kilometerstände — ist dagegen von Land zu Land sehr unterschiedlich und hängt davon ab, wo das Fahrzeug zugelassen war. Wir zeigen jeden Berichtsabschnitt immer an und kennzeichnen offen, wo für dieses Fahrzeug keine Angabe vorliegt.
Wie lange habe ich Zugriff auf den Bericht?
Nach dem Kauf senden wir Ihnen per E-Mail einen Zugangslink zu Ihrem Online-Bericht. Es gibt keine Abonnements und keine wiederkehrenden Gebühren — die Zahlung von 8,90 € ist einmalig. Sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, antworten Sie einfach auf Ihre Quittung.
Sollte ich vor jedem Gebrauchtwagenkauf die Fahrgestellnummer prüfen?
Ja. Der häufigste und wertvollste Befund ist der einfachste: ob die dekodierten Herstellerdaten überhaupt zu dem passen, was im Inserat steht. Ein Inserat, das eine stärkere Motorisierung, eine andere Ausstattungslinie oder ein jüngeres Baujahr behauptet, als die Fahrzeugidentifikationsnummer hergibt, ist das erste ernste Warnsignal — und dieser Abgleich kostet Sie nichts. Erst danach lohnt der vollständige Bericht für 8,90 €, der die Fragen beantwortet, die weder Nummer noch Besichtigung beantworten.
Was bedeuten WMI, VDS und VIS in der Fahrgestellnummer?
WMI ist der World Manufacturer Identifier, die Stellen 1 bis 3: Weltregion des Herstellungsorts, Hersteller und Fahrzeugart. VDS ist die Vehicle Descriptor Section, die Stellen 4 bis 9: Baureihe, Karosserie, Motorisierung und an Stelle 9 die Prüfziffer. Die Belegung des VDS legt jeder Hersteller selbst fest — dieselbe Zeichenfolge bedeutet bei zwei Marken Verschiedenes. VIS ist die Vehicle Identifier Section, die Stellen 10 bis 17: Modelljahr, Produktionswerk und die fortlaufende Seriennummer, die Ihr Exemplar von allen baugleichen unterscheidet.
Was ist die Prüfziffer an Stelle 9 — und beweist sie die Echtheit?
Die Prüfziffer ist eine rechnerische Kontrolle über die gesamte Nummer: Jedem Zeichen wird ein Wert und ein Positionsgewicht zugeordnet, das Ergebnis muss dem Zeichen an Stelle 9 entsprechen. Entscheidend ist der Geltungsbereich, den die meisten Erklärungen unterschlagen: Vorgeschrieben ist sie nur für Fahrzeuge, die für den nordamerikanischen Markt gebaut wurden (US-Bundesvorschrift 49 CFR 565). Die Norm ISO 3779, nach der europäische Fahrzeuge nummeriert werden, verlangt an Stelle 9 überhaupt keine Prüfziffer, und zahlreiche europäische Hersteller setzen dort eine feste Füllziffer. Eine nicht aufgehende Prüfziffer ist bei einem europäischen Fahrzeug daher für sich genommen kein Beleg für eine Fälschung. Wir rechnen sie aus und zeigen das Ergebnis, verwerfen aber keine Fahrzeugdaten allein deshalb.
Verrät Stelle 10 immer das Baujahr?
Nein, und das ist einer der häufigsten Irrtümer. Die Jahrescodierung an Stelle 10 ist eine Herstellerkonvention, keine Vorschrift aus ISO 3779. Viele Marken halten sich daran, andere belegen die Stelle mit Werk, Baureihe oder Rückhaltesystem — bei Mercedes-Benz, Renault, Dacia und Ford führt die Auslegung als Baujahr regelmäßig in die Irre. Hinzu kommt: Selbst wo die Konvention gilt, ist das Modelljahr nicht das Produktionsjahr, weil Hersteller im Sommer auf das kommende Modelljahr umstellen. Wo die Datenlage kein einzelnes Jahr hergibt, zeigen wir deshalb einen Produktionszeitraum statt einer präzise wirkenden, aber womöglich falschen Jahreszahl.
Warum enthält eine echte FIN nie die Buchstaben I, O und Q?
Weil sie sich von den Ziffern 1 und 0 kaum unterscheiden lassen. Beim Ablesen einer eingeschlagenen Nummer im Motorraum oder beim Abtippen aus einem Inserat wäre die Verwechslungsgefahr zu groß, deshalb sind diese drei Buchstaben in allen 17 Stellen ausgeschlossen. An Stelle 10, der Jahrescodierung, entfallen zusätzlich U, Z und die Ziffer 0. Wenn eine angebliche Fahrzeugidentifikationsnummer eines dieser Zeichen enthält oder nicht genau 17 Stellen hat, ist sie falsch abgetippt oder erfunden.
Was ist der Unterschied zwischen FIN und HSN/TSN?
Die FIN identifiziert genau ein Fahrzeug, die Schlüsselnummern identifizieren einen Fahrzeugtyp. Die vierstellige Herstellerschlüsselnummer HSN steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld 2.1, die dreistellige Typschlüsselnummer TSN im Feld 2.2. Zusammen beschreiben sie eine Typvariante, von der es Zehntausende identische Exemplare gibt. Für Versicherung, Kfz-Steuer und Ersatzteilsuche reichen HSN und TSN völlig aus. Sobald es um die Vorgeschichte eines konkreten Autos geht, brauchen Sie die Fahrzeug-Identifizierungsnummer — die Schlüsselnummern sind für die Historie blind.
Kann ich aus der Fahrgestellnummer den TÜV-Termin oder HU-Berichte ablesen?
Nein. Die Fahrgestellnummer codiert ausschließlich Werksdaten — sie ist bei der Produktion vergeben worden und ändert sich nie. Alles, was danach passiert, steht nicht in ihr, sondern muss zu ihr nachgeschlagen werden. Das Datum der nächsten Hauptuntersuchung finden Sie auf der HU-Plakette am hinteren Kennzeichen und in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Welche Prüforganisation die Untersuchung durchgeführt hat — TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS — steht im Untersuchungsbericht, den der Verkäufer aushändigen sollte. Der vollständige Carlytics-Bericht zeigt dokumentierte Untersuchungsergebnisse, soweit sie für das Fahrzeug vorliegen.
Was kostet eine FIN-Abfrage?
Das Dekodieren der Fahrgestellnummer kostet bei uns nichts: Marke, Modell, Baujahr beziehungsweise Produktionszeitraum, Motorisierung, Karosserie und Herstellungswerk erhalten Sie ohne Konto und ohne Karte. Der vollständige Fahrzeughistorienbericht kostet einmalig 8,90 € — kein Abonnement, keine Folgekosten, keine Staffelpakete. Zur Einordnung: Einzelberichte zur Fahrzeughistorie werden in dieser Kategorie üblicherweise zwischen 15,99 € und 29,99 € angeboten. 8,90 € liegt rund 44 Prozent unter dem unteren Ende dieser Spanne. Sie zahlen pro Fahrzeug und sehen den Preis vor dem Kauf — nicht erst, nachdem Sie eine Fahrgestellnummer eingegeben haben.

Bereit, eine Fahrgestellnummer zu prüfen?

Die Dekodierung ist kostenlos: Marke, Modell, Baujahr beziehungsweise Produktionszeitraum, Motorisierung und Karosserie. Der vollständige Bericht kostet einmalig 8,90 €.

VonBertram SarglaGründer, CarlyticsZuletzt aktualisiert

Warum Deutschland die Quelle der Hälfte aller EU-Gebrauchtwagenimporte ist

Aus keinem anderen Land Europas werden so viele Gebrauchtwagen grenzüberschreitend verkauft wie aus Deutschland. Der Grund ist strukturell: Der deutsche Leasingmarkt spült jährlich 1,5 bis 2 Millionen Rückläufer in den Sekundärmarkt, große Firmenflotten tauschen ihre Fahrzeuge nach 3 bis 4 Jahren, und die CO2-basierte Kfz-Steuer verdrängt ältere Fahrzeuge schrittweise aus dem heimischen Bestand. Das Ergebnis ist ein stetiger Großhandelszufluss, der nach Osten und Süden fließt — nach Polen (rund 422.000 Fahrzeuge pro Jahr), Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Kroatien und ins Baltikum.

Genau diese Lieferkette schafft auch die Betrugsgelegenheit. Ein Fahrzeug, das in einer deutschen Firmenflotte 200.000 km gefahren wurde, ist mechanisch noch für weitere 150.000 km gut — aber genauso attraktiv für Tachomanipulation: Die Lücke zwischen der letzten deutschen Zulassungsmeldung und der ersten ausländischen Erstzulassung ist für jede einzelne nationale Datenbank unsichtbar. Eine paneuropäische FIN-Prüfung ist die einzige Möglichkeit, beide Endpunkte in einem einzigen Dokument sichtbar zu machen.

Wo finde ich die Fahrgestellnummer auf einem deutschen Fahrzeug?

Auf jedem in Deutschland zugelassenen Fahrzeug ist die VIN — Fahrgestellnummer, abgekürzt FIN — an drei Stellen im Fahrzeug eingestanzt und in drei Dokumenten eingetragen.

In den Dokumenten

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (umgangssprachlich „Fahrzeugschein" — das kleinere Zulassungsdokument): Feld E.
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (umgangssprachlich „Fahrzeugbrief" — das größere Eigentumsdokument): dasselbe Feld E.
  • Hauptuntersuchungs-Bericht (HU/TÜV-Protokoll).

Am Fahrzeug selbst

  • Im Karosserieblech eingestanzt — am Fußpunkt der Windschutzscheibe auf der Fahrerseite, durch ein kleines Sichtfenster im Armaturenbrett ablesbar.
  • Auf dem Typenschild im Motorraum (bei Fahrzeugen der Volkswagen-Gruppe meist am Schlossträger unter der Haube).
  • Auf einem Schild hinter der Rückbank oder im Kofferraumboden bei vielen Mercedes-Modellen.

Warnzeichen: Ein Verkäufer, der zwar Teil II vorlegen kann, aber nicht Teil I — oder umgekehrt — ist möglicherweise nicht der rechtmäßige Eigentümer. Der häufigste Grund: Eine laufende Finanzierung, bei der die Bank Teil II als Sicherheit einbehält. Niemals eine Anzahlung überweisen, bevor beide Dokumente gemeinsam vorgelegen haben.

Der TÜV-Zyklus und das 24-Monats-Fenster für Tachomanipulation

Jedes deutsche Fahrzeug durchläuft nach drei Jahren die erste Hauptuntersuchung (HU, umgangssprachlich „der TÜV"), danach alle 24 Monate. Bei jeder HU wird der Kilometerstand im Prüfprotokoll vermerkt. Zwischen zwei HU-Terminen existieren Kilometerstandsdaten ausschließlich auf Papierprotokollen der Prüfstelle und im Fahrzeugbestand des Halters — ein öffentliches, in Echtzeit geführtes nationales Kilometerstandsregister gibt es nicht.

Genau diese strukturelle 24-Monats-Lücke nutzen Exporteure aus. Ein Fahrzeug mit HU-Ständen von 80.000 km (Jahr −3) und 130.000 km (Jahr −1) wird mit 140.000 km an einen Großhändler verkauft, taucht kurz darauf in Polen oder Rumänien mit 75.000 km auf dem Tacho auf. Die 65.000 km „verschwinden" in der grenzüberschreitenden Lücke.

PhaseWas passiertBetrugsfenster offen?
Letzte deutsche HUKilometerstand im TÜV-Protokoll vermerktNein — Papierbeleg existiert
Verkauf an GroßhändlerTachostand wird auf Treu und Glauben übernommenOffen — erste Gelegenheit
Abmeldung in DeutschlandDatum wird erfasst, Kilometerstand jedoch NICHTOffen — keine nationale Sperre
Grenzübertritt mit AusfuhrkennzeichenZoll registriert Fahrzeugausfuhr, keinen KilometerstandGrößtes Fenster — typisch 1–6 Wochen
Erstzulassung im AuslandLokales Register erfasst neuen KilometerstandGeschlossen — aber die Lücke ist jetzt unsichtbar

Carlytics kombiniert die deutschen Datenpunkte (letzter HU-Stand, Abmeldedatum, ursprüngliche Herstellerdaten) mit den ausländischen Erstzulassungsdaten aus Millionen europäischer Inspektionsdatensätze. Die Lücke wird sichtbar. Genau diese grenzüberschreitende Abstimmung kann keine einzelne nationale Abfrage leisten.

Die sechs typischen Aufklärungsfallen im deutschen Gebrauchtwagenmarkt

Nach § 433 BGB ist der Verkäufer verpflichtet, ihm bekannte wesentliche Mängel offenzulegen. In der Praxis werden sechs Formulierungen routinemäßig eingesetzt, um diese Pflicht zu umgehen. Sie zu erkennen, ist die erste Verteidigung.

„Bastlerfahrzeug“

Angeboten „für Bastler, ohne Gewährleistung“. Diese Formulierung im Kaufvertrag schließt die § 433-Gewährleistung vollständig aus. Finger weg, es sei denn, ein eigener Mechaniker bestätigt den tatsächlichen Zustand vor Vertragsschluss.

„Vorschaden behoben“

„Vorschaden behoben“ — sagt weder etwas über das Ausmaß noch über die Reparaturqualität oder die Versicherungsklassifizierung aus. Die Original-Schadensakte und die Werkstattrechnung müssen vorgelegt werden.

„Unfallfrei nach Kenntnis“

„Unfallfrei nach Kenntnis des Verkäufers“ — begrenzt die Haftung auf das, was der Verkäufer tatsächlich wusste. Eine FIN-Prüfung deckt Unfälle auf, die der Verkäufer möglicherweise unbemerkt von einem Vorbesitzer übernommen hat.

„Gekauft wie gesehen“

Wird von privaten Verkäufern verwendet, um die Gewährleistung auszuschließen — gilt nach § 444 BGB jedoch nicht bei arglistigem Verschweigen. Sie brauchen aber Beweise, und ein FIN-Bericht ist genau dieser Beweis.

„Reimport“

Wird verwendet, um ein ursprünglich in Deutschland zugelassenes Fahrzeug zu tarnen, das vorübergehend im Ausland angemeldet war, um seine sichtbare Historie zurückzusetzen. Eine paneuropäische Prüfung rekonstruiert den vollständigen Zeitstrahl.

„Jahreswagen“

Suggeriert einen einjährigen Firmenwagen. Wird aber gelegentlich für 3-jährige Leasingrückläufer mit 90.000 km verwendet. Das VIN-codierte Produktionsdatum klärt die Frage eindeutig.

Bereit, dein Fahrzeug zu prüfen?

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Wenn der Verkäufer den Fahrzeugbrief nicht zeigt

Die Zulassungsbescheinigung Teil II ist das Eigentumsdokument. Ohne sie kann das Fahrzeug weder in Deutschland noch im Ausland neu zugelassen werden. Ein Verkäufer, der Teil II nicht vorlegt, befindet sich in einer von drei Situationen:

  1. Er hält das Dokument zurück, um eine Anzahlung zu erzwingen — niemals Geld überweisen, bevor Teil II persönlich gesichtet wurde.
  2. Das Fahrzeug ist finanziert — die Bank behält das Dokument als Sicherheit bis zur Ablösung des Kredits.
  3. Er hat Teil II verloren oder bereits weiterverkauft — er verkauft ein Fahrzeug, das ihm rechtlich nicht gehört.

Eine FIN-Prüfung vor jeder Anzahlung schafft Klarheit. Meldet der Bericht eine offene Finanzierung, haben Sie einen sauberen Grund, zurückzutreten. Zeigt der Bericht, dass das Fahrzeug zuvor im Ausland abgemeldet wurde (Reimport), verlangen Sie sowohl Teil II als auch das ursprüngliche ausländische Dokument — ohne die vollständige Kette ist das Fahrzeug nach der Übergabe rechtlich nicht Ihres.

Grenzüberschreitende Partnerseiten

Deutsche Gebrauchtwagen werden regelmäßig in Polen, Rumänien, Tschechien und anderen Märkten neu zugelassen. Wenn Sie ein Fahrzeug deutscher Herkunft kaufen, das bereits in einem anderen Land zugelassen ist, decken diese Seiten die lokale Perspektive ab:

Trusted in 30+ countries worldwide

Carlytics aggregates vehicle data from 35+ European countries, pulling from national registries like Finnish Traficom (5M vehicles), Dutch RDW, Czech ISTP, and Danish DMR. Combined with NHTSA, EU Safety Gate recalls, and 348,000+ real listings, the database covers 900M+ vehicles.

Access data from national registries,
insurance databases, law enforcement and more.

Trusted Worldwide

Erweiterte FAQ — Deutscher Gebrauchtwagenmarkt

Detaillierte Fragen zur Prüfung der Historie eines in Deutschland zugelassenen Fahrzeugs, zum TÜV-Zyklus und zum Export/Reimport.

An welcher Stelle des Fahrzeugscheins steht die FIN?
Auf der Zulassungsbescheinigung Teil I (umgangssprachlich Fahrzeugschein) steht die FIN in Feld E. Auf Teil II (Fahrzeugbrief) finden Sie dieselbe Nummer im identischen Feld. Stimmen die beiden Nummern nicht überein, sollten Sie den Kauf nicht weiterverfolgen.
Ist die Prüfung einer deutschen FIN nach DSGVO zulässig?
Ja. Die FIN ist eine öffentliche Fahrzeugkennung — sie steht in den Zulassungsdokumenten, in den Versicherungsunterlagen und ist von außen durch die Windschutzscheibe lesbar. Eine FIN-Prüfung greift nicht auf personenbezogene Daten des Halters zu, sondern identifiziert das Fahrzeug. Käufer werden im deutschen Verbraucherschutzkontext sogar ausdrücklich dazu ermutigt, die Historie vor dem Kauf zu prüfen.
Wie erkenne ich Tachomanipulation bei einem deutschen Fahrzeug?
Vergleichen Sie den angezeigten Kilometerstand mit (1) dem letzten Eintrag im Wartungsheft, (2) dem aktuellsten HU/TÜV-Protokoll, (3) dem markenspezifischen Servicebuch beim Vertragshändler, sofern verfügbar, und (4) dem grenzüberschreitenden FIN-Bericht. Abweichungen zwischen zwei dieser Quellen sind die typische Signatur einer Manipulation. Bei einem klassischen Rückdrehfall fehlen 50.000 bis 150.000 km.
Was ist der Unterschied zwischen Unfallschaden und Vorschaden?
„Unfallschaden“ bedeutet, dass das Fahrzeug in einen Unfall verwickelt war — in der Regel mit Substanzverletzung, oft mit Strukturschaden. „Vorschaden“ ist der lockerere Begriff für „frühere Beschädigung“ — das kann ein kosmetischer Lackschaden, eine kleine Stoßstangenreparatur oder ein schwerer Unfall sein, den der Verkäufer lieber „Vorschaden“ als „Unfall“ nennt. Verlangen Sie immer die konkrete Werkstattrechnung; ein FIN-Bericht macht das zugrunde liegende Versicherungsereignis sichtbar.
Kann ich das letzte HU/TÜV-Datum aus der FIN ablesen?
Das HU-Datum steht auf der Prüfplakette am hinteren Kennzeichen und auf der Zulassungsbescheinigung Teil I — beides ist persönlich leicht zu prüfen. Die FIN-Prüfung ergänzt das, indem sie zeigt, ob für dasselbe Fahrzeug auf beiden Seiten der Exportlücke widersprüchliche Kilometerstände gemeldet wurden.
Was ist ein Reimport und warum ist das ein Warnzeichen?
Ein Reimport ist ein Fahrzeug, das ursprünglich in Deutschland zugelassen, dann exportiert und schließlich wieder nach Deutschland zurückgeholt wurde. Die vorübergehende ausländische Anmeldung kann genutzt werden, um sichtbare Kilometerstandsdaten zurückzusetzen oder die Unfallhistorie-Kette zu unterbrechen. Verlangen Sie immer sowohl Teil II als auch das ursprüngliche ausländische Zulassungsdokument — fehlt eines davon, bleibt eine Lücke, die der Verkäufer möglicherweise gezielt ausnutzt.
Was kostet ein Carlytics-Bericht?
Die Basisdekodierung ist kostenlos — Marke, Modell, Baujahr, Motor, Herstellungsland und offene Sicherheitsrückrufe. Der vollständige Bericht (Kilometerstandsabgleich, Unfallhistorie, Diebstahlregister, Marktwertschätzung, modellspezifische Schwachstellenanalyse) kostet einmalig EUR 8,90 mit 14-Tage-Geld-zurück-Garantie auf jeden Bericht. Keine Abos, keine versteckten Gebühren.
Welche Daten enthält die kostenlose FIN-Prüfung?
Die kostenlose Prüfung liefert die dekodierten technischen Spezifikationen (Marke, Modell, Baujahr, Hubraum, Kraftstoffart, Getriebe, Karosserieform, Antriebsart), das Herstellungsland und aktive Sicherheitsrückrufe. Das kostenpflichtige Upgrade fügt die grenzüberschreitende Historienebene hinzu.
Kann ich mit Carlytics auch Motorräder prüfen?
Ja. Carlytics dekodiert 17-stellige FINs für Pkw, Transporter, leichte Nutzfahrzeuge und Motorräder. Die Tiefe des Historienberichts variiert nach Fahrzeugklasse und Land — Motorräder haben eine geringere Abdeckung bei Inspektionsdaten als Pkw.
Was tun, wenn der Kilometerstand zwischen zwei HU-Terminen nicht plausibel ist?
Vom Kauf zurücktreten. Dokumentieren Sie die beiden HU-Kilometerstände und den aktuellen Tachostand, fotografieren Sie Teil I und erwägen Sie eine Strafanzeige bei der örtlichen Polizei nach § 263 StGB (Betrug). Deutsche Staatsanwaltschaften verfolgen Tachomanipulation aktiv, wenn ein Papierbeleg vorliegt. Ein Carlytics-Bericht ist als Nachweis der Diskrepanz verwendbar.

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